Learning by Doing: Praxis, die wirkt
Wie Patrick Hegi Trainings gestaltet, die im Arbeitsalltag wirklich weiterhelfen
Patrick Hegi, Technical Sales ProAV & Communication, bringt nicht nur technisches Know-how mit, sondern vor allem eines: den direkten Draht zu den Kunden. Im Interview gibt er Einblick, was seine Trainings auszeichnet – und warum Praxis bei ihm im Mittelpunkt steht.Was motiviert dich daran, Kurse zu leiten?
Für mich steht ganz klar der Kontakt mit den Kunden im Vordergrund. Viele kennt man sonst nur vom Telefon – im Kurs hat man endlich die Möglichkeit, direkt miteinander zu arbeiten.
Das Wichtigste ist aber, Wissen so zu vermitteln, dass die Teilnehmenden ihre Arbeit danach besser machen können. Wenn das gelingt, profitieren alle – auch im Alltag, weil viele Supportfragen gar nicht mehr entstehen.
Wie bleibst du fachlich auf dem neuesten Stand?
Zum einen durch die Hersteller selbst – neue Versionen, neue Funktionen und Anforderungen. Zum anderen aber auch durch die Teilnehmenden.
Oft kommen nach den Schulungen Fragen aus der Praxis, die einen dazu bringen, tiefer zu gehen. Dann sucht man gezielt nach Lösungen, arbeitet sich durch Dokumentationen – und bleibt so automatisch am Puls.

"Theorie kann man lesen – aber durch das eigene Tun bleibt das Wissen hängen.“
Wie gestaltest du deine Kurse für unterschiedliche Wissensstände?
Das hängt stark vom Kursniveau ab. Im Basic-Kurs starte ich bewusst ganz von vorne und baue die Inhalte Schritt für Schritt auf.Bei weiterführenden Kursen kann man auf bestehendem Wissen aufbauen und direkt tiefer in Details einsteigen. Perspektivisch planen wir auch vertiefende Aufbaukurse für Teilnehmende, die noch weiter gehen möchten.
Welche Lernmethoden setzt du ein?
Ein gewisser Theorieanteil gehört dazu – aber unser Fokus liegt ganz klar auf Learning by Doing.Jede Person arbeitet direkt an einem eigenen System und setzt die Inhalte selbst um. Die Übungen sind praxisnah und orientieren sich am Arbeitsalltag. Genau das macht den Unterschied – Theorie kann man lesen, aber durch daseigene Tun bleibt das Wissen hängen.
Wie gehst du mit unterschiedlichen Lerntempos um?
Wenn es grössere Unterschiede gibt, setzen wir gezielt auf Zusammenarbeit. Oft profitieren Teilnehmende davon, wenn sie sich gegenseitig unterstützen.In der Praxis zeigt sich aber, dass sich das Niveau meist gut einpendelt.
Wie sorgst du für eine aktive Lernatmosphäre?
Indem die Teilnehmenden selbst arbeiten. Sobald sie sehen, dass ihre Konfiguration funktioniert – zum Beispiel wenn ein eingerichtetes Telefon klingelt – entsteht automatisch Motivation.Das motiviert nicht nur individuell, sondern auch in der Gruppe. Man hilft sich gegenseitig und bleibt aktiv dabei.
Wie stellst du den Praxisbezug sicher?
Alle Inhalte bauen aufeinander auf und werden direkt in Übungen umgesetzt. Am Ende steht eine vollständige, praxisnahe Installation.Das Ziel ist, dass die Teilnehmenden danach direkt in den Arbeitsalltag gehen und das Gelernte beim Kunden anwenden können.
Wie bereitest du dich auf einen Kurs vor?
Gerade bei neuen Kursen ist Vorbereitung wichtig – vor allem die Übungen werden getestet und angepasst.Mit jeder Durchführung wird der Kurs weiter optimiert, basierend auf Feedback und Erfahrungen aus der Praxis.
Was macht für dich einen erfolgreichen Kurs aus?
Wenn die Teilnehmenden begeistert rausgehen und sagen: „Das bringt mir wirklich etwas.“Und wenn sie das Gelernte direkt einsetzen können.
Welche Ziele hast du für die Zukunft?
Wir möchten das Angebot weiter ausbauen – insbesondere mit vertiefenden Kursen für alle, die noch tiefer in die Materie einsteigen möchten.